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"Die Städte werden in Zukunft noch stärker Zentren technologischer und gesellschaftlicher Innovationen sein. Umso wichtiger sind die Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung unserer Städte."

Prof. Dr. Wolfgang Schuster, Mitglied des Rates

27.09.2006

Rat präsentiert Preisträger des Ideenwettbewerbes 2006

Sie zeigten, dass Mehrsprachigkeit ein Schatz ist, planten die Stadt der Zukunft, bewiesen mit einer Modenschau, dass Natur jedem steht und konnten den Passanten am Brandenburger Tor ihre Probleme verkaufen. Die Preisträger des diesjährigen Ideenwettbewerbes des Rates für Nachhaltige Entwicklung haben bewiesen, dass kreative Visionen für die Zukunft machbar sind.

„24 Stunden für morgen. Macht es wahr“ – unter diesem Motto stand der Jugendwettbewerb des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Junge Menschen von 16 bis 28 Jahren wurden im März aufgefordert, ihre Ideen für die Zukunft mitzuteilen und die Welt auf den Kopf zu stellen. Am 07. September wurden die Ideen auf den Straßen Berlins unter die Leute gebracht. Auf der Jahreskonferenz wurden die Gewinner prämiert.

Zu den Ausgezeichneten zählte das Projekt „Zungen“ aus Münster. Sechs Jugendliche zeigten in zehn Sprachen, dass man sich trotz unbekannter Vokabeln verständigen kann. Die Kreativität und Kraft der Inszenierung, die auch Passanten mit einbezog, hinterließ bei der Jury einen bleibenden Eindruck.

Das gilt auch für das Projekt „Wettringen – Stadt der Zukunft“, in dem Schüler mit Hilfe maßstabsgerechter Modelle ihre Stadt neu planten. Das Modell, das am Aktionstag im Bahnhof Friedrichstraße präsentiert wurde, war Ergebnis vieler Diskussionen über Klimaschutz, Verkehrsplanung und die Erfordernisse einer lebenswerten Stadt. Die intensive politische Diskussion, bei der selbst die kommunale Verwaltung und der Bürgermeister einbezogen wurden, hat die Jury besonders überzeugt.

Überzeugen konnten auch drei Schneiderlehrlinge, die ebenfalls aus Münster kamen. Mit ihrer „Earth & Balance Collection“ haben sie mit viel Kreativität und Einsatz gezeigt, dass Natur jedem steht. In einer Modenschau haben sie trendige Schnitte mit Stoffen aus nachhaltiger Produktion gezeigt. Die Jury beeindruckte die Kreativität und die Art, wie ökologische und faire Produktion marktfähig gemacht wurde.

Den Publikumspreis konnte sich das Projekt „Probleme verkaufen“ sichern. Am Stand des Düsseldorfer Teams gab es am Aktionstag Päckchen, Briefe und Bilder. Darin: ihre Probleme mit Schule, Beruf und Familie. Diese Päckchen boten sie auf der Straße zum Verkauf und Tausch an und machten damit ihre Probleme zu denen der Anderen. Diese Tauschaktion hat die Passanten begeistert – sie wählten „Probleme verkaufen“ zu ihrem Lieblingsprojekt.

Die Projekte weckten bei der Jahreskonferenz großes Interesse an dem neuen Wettbewerb 2007. Der steht schon in den Startlöchern. Der Titel für das Kommunikationsprojekt 2007 lautet Mission Sustainability. Auf der Projektwebsite www.mission-sustainability.org gibt es dazu bereits erste Informationen. Der Startschuss fällt am 17. November 2006.