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"Die Wirtschaft muss beim Thema Nachhaltigkeit vorangehen – technische Innovationen und gesellschaftliche Verantwortung sind gleichberechtigte Schlüssel für unternehmerischen Erfolg."

Dr. Eric Schweitzer, Mitglied des Rates

02.03.2012

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AUS DEM RAT FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Marlehn Thieme zur neuen Vorsitzenden des Nachhaltigkeitsrates gewählt

Marlehn Thieme ist neue Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) der Bundesregierung. Die Rechts- und Sozialwissenschaftlerin wurde Ende Februar von den Ratsmitgliedern in dieses Amt gewählt. Sie folgt dem früheren CDU-Spitzenpolitiker und Rechtsanwalt Hans-Peter Repnik, der sein Mandat Mitte Januar aus gesundheitlichen Gründen niederlegen musste. Als neues Ratsmitglied hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster berufen.

Die 1957 in Lübeck geborene Thieme ist seit 2004 Mitglied im Nachhaltigkeitsrat und seit Sommer 2010 dessen stellvertretende Vorsitzende. Nach ihrer Wahl sagte sie, sie wolle mit dem RNE neue Impulse für eine nachhaltige Politik geben, die auch in Wirtschaft und Gesellschaft wirken. Das sei ihr „Freude und Ehre zugleich“. Thieme wies darauf hin, dass sich die Einsetzung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie im April zum zehnten Mal jährt. „Das ist ein Grund zum Feiern, aber auch Anlass zu prüfen: was hat in der Nachhaltigkeitspolitik gut funktioniert und was muss besser werden?“ Auch der Nachhaltigkeitsrat müsse sein Zusammenspiel mit den Institutionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft weiter entwickeln, um noch mehr Wirksamkeit zu erzeugen, so Thieme.

Marlehn Thieme ist Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und vertritt die Nachhaltigkeitspolitik in der Evangelischen Kirche. Schwerpunkte der bisherigen Arbeit Thiemes im Nachhaltigkeitsrat lagen unter anderem auf den Themen nachhaltiger Konsum und verantwortliche Unternehmensführung. Sie arbeitet seit 1986 bei der Deutschen Bank, seit 2005 als Direktorin für den Unternehmensbereich „Corporate Social Responsibility (CSR)/Corporate Citizenship“. Als Mitglied im Aufsichtsrat der Bank vertritt sie die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu ihrem Stellvertreter im RNE wählten dessen Mitglieder Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbund Deutschland, NABU.

Zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel den Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster als neues Mitglied in den Nachhaltigkeitsrat berufen. Der 1949 in Ulm geborene Rechts- und Staatswissenschaftler amtiert seit 1997 als Oberbürgermeister der baden-württembergischen Landeshauptstadt. „Das Prinzip Nachhaltigkeit, das Denken und Handeln im Sinne der Generationengerechtigkeit, ist wesentlicher Bestandteil meiner Politik“, sagte Schuster anlässlich seiner Berufung. Der Nachhaltigkeitsrat habe mit seiner Dialog-Initiative mit kommunalen Spitzenpolitikern ein wichtiges Signal gesetzt.

Im vom Rat für Nachhaltige Entwicklung initiierten Dialog „Nachhaltige Stadt“ engagieren sich zwei Dutzend Oberbürgermeister und Bürgermeister aus ganz Deutschland für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung. Nach Einschätzung Schusters werden Städte in Zukunft noch stärker zu Zentren technologischer und gesellschaftlicher Innovationen. Deutlich werde das am starken Trend zurück in die Stadt. „Umso wichtiger sind Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung unserer Städte. Das wird einer meiner Arbeitsschwerpunkte im Nachhaltigkeitsrat werden.“

Weiterführende Informationen

Marlehn Thieme ist neue Vorsitzende des Nachhaltigkeitsrates – Bundeskanzlerin beruft Stuttgarts OB Schuster als neues Ratsmitglied. Pressemitteilung des Rates für Nachhaltige Entwicklung, 29.02.2012.

Ratsvorsitzender legt sein Mandat nieder - Hans-Peter Repnik: „Meine Gesundheit zwingt mich dazu.“ Pressemitteilung des Rates für Nachhaltige Entwicklung, 17.01.2012.

Dialog „Nachhaltige Stadt“. Informationen des Rates für Nachhaltige Entwicklung.

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