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"Nachhaltigkeit als Leitidee im Handeln braucht bessere Bildung als Basis, dazu mehr Aktionspartnerschaften und Praxisbeispiele, lokal, regional und international."

Walter Hirche, Mitglied des Rates

18.01.2012

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AUS DEM RAT FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Hans-Peter Repnik legt sein Mandat im Nachhaltigkeitsrat nieder

Hans-Peter Repnik hat sein Mandat als Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) Mitte Januar aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Der 64-jährige Rechtsanwalt und langjährige Spitzenpolitiker der CDU stand dem Beratungsgremium der Bundesregierung seit Juli 2010 vor und hat dessen Arbeit seit dem maßgeblich geprägt. Repnik machte sich insbesondere für die internationale Ausrichtung des RNE im Vorfeld der im Juni 2012 in Rio de Janeiro stattfindenden Konferenz der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung stark. Schon bei deren Vorläufer, dem sogenannten „Erdgipfel“ von 1992, spielte er eine maßgebliche Rolle. Seinen notwendig gewordenen Rückzug aus dem RNE bedauert Repnik zutiefst.

Die Entscheidung, sein Mandat niederzulegen, sei ihm schwergefallen, erklärte der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Ihm sei die Aufgabe, im Dienste der Gesellschaft an deren Zukunftsfähigkeit zu arbeiten, immer wichtig gewesen. „Ernst zu nehmende und unabweisbare“ gesundheitliche Gründe zwängen ihn nun jedoch zu diesem Schritt, so Repnik, der allen Wegbegleitern dankte, insbesondere den Ratsmitgliedern, Mitarbeitern und Unterstützern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Zusammenarbeit mit ihnen habe er stets als sehr engagiert und konstruktiv erlebt.

Die Ratsmitglieder und politische Verantwortungsträger aus Bund und Ländern zollten Repniks Entscheidung großen Respekt. Gerade während der für Juni angesetzten Weltnachhaltigkeitskonferenz werde man ihn schmerzlich vermissen. Repnik hatte Deutschland bereits 1992 beim ebenfalls in Rio de Janeiro abgehaltenen Vorläufergipfel als stellvertretender Delegationsleiter neben Klaus Töpfer vertreten. In seiner Zeit als RNE-Vorsitzender hatte er sich mit Nachdruck dafür eingesetzt, die diesjährige Rio-Konferenz nicht nur zur Rückschau zu nutzen, sondern sie mit einer Zukunftsvision zu verbinden.

Günther Bachmann, der Generalsekretär des Rates, würdigte Repniks Engagement als besonders bedeutend für den RNE. „Von seinen vielfältigen politischen Erfahrungen und seiner hohen Anerkennung in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben alle Mitglieder und Mitarbeiter des Nachhaltigkeitsrates stark profitiert“, so Bachmann. Als Ratsvorsitzender habe Repnik viel für die Stärkung und Konkretisierung der Arbeit des RNE und seiner politischen Wirkung getan, sowohl in Parlament und Regierung als auch bei Entscheidungsträgern in Wirtschaft, Verbänden und Kommunen.

Repnik wünschte seinen Mitstreitern für die Zukunft und die weitere Arbeit Erfolg und Überzeugungskraft. „Wir alle stehen mehr denn je in der Verantwortung, den nachfolgenden Generationen eine intakte Umwelt und ein faires, auf Dauer angelegtes soziales und ökonomisches Gefüge zu hinterlassen.“ Dafür sei der  Rat für Nachhaltige Entwicklung als Vordenker und Impulsgeber wichtig.

Weiterführende Informationen

Ratsvorsitzender legt sein Mandat nieder. Pressemitteilung des Rates für Nachhaltige Entwicklung, 17.01.2012.

Rio-20-plus – Plädoyer für ein ambitionierteres Gipfelmotto: Rückblick mit Zukunftsvision verbinden. Beitrag von Hans-Peter Repnik in der Zeitschrift Politische Ökologie, Heft 127, November 2011. [PDF, 149 KB]

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