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"Neue Technologien sind wichtig für eine nachhaltige Entwicklung. Andere Lebensstile auch."

Prof. Dr. Angelika Zahrnt, Mitglied des Rates

27.07.2011

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Aus dem Rat für Nachhaltige Entwicklung

Alois Glück neues Mitglied des Nachhaltigkeitsrates

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, in den Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) berufen. Er folgt auf diesem Posten dem Essener Bischof Franz-Josef Overbeck nach, der den Rat verlassen hat. Glück, der zur Pionier- und Aufbaugeneration der Umweltpolitik in Deutschland gehört, sagt: "Nachhaltigkeit heißt vor allem, über die momentane Nützlichkeit hinaus langfristig zu denken und entsprechend Zukunftsverantwortung zu übernehmen". Dies, so Glück, gelte für die Politik ebenso wie für Bürgerinnen und Bürger. Vor seinem RNE-Mandat hatte die Bundeskanzlerin den 71-Jährigen bereits in die Ethik-Kommission Sichere Energieversorgung berufen.

Der gelernte Landwirt, der aus dem Landkreis Traunstein in Oberbayern stammt, prägte als CSU-Politiker die Entwicklung der bayerischen Agrarpolitik mit und war maßgeblich beteiligt an Entwicklungsstrategien für den ländlichen Raum sowie an der bayerischen Umweltpolitik. Von 1970 bis 2008 war Glück Mitglied des Bayerischen Landtages, zuletzt als Landtagspräsident. Im Landtag widmete er sich auch der Sozialpolitik, insbesondere der Hilfe für Menschen mit Behinderungen. In der CSU war Glück unter anderem Bezirksvorsitzender für Oberbayern, Mitglied des Parteivorstands im Parteipräsidium und Vorsitzender der CSU-Grundsatzkommission.

Alois Glück engagiert sich seit seiner Jugend ehren- und hauptamtlich in der Katholischen Kirche. Er war unter anderem Landessekretär der Katholischen Landjugend Bayerns und Mitglied des Landeskomitees der Katholiken in Bayern. Seit November 2009 ist Glück Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. In dieser Funktion, sagt Glück, trete er dafür ein, angesichts vielfacher gesellschaftlicher Veränderung und des Wandels in der Kirche den „Weg des Dialogs, der Beratung und Überzeugung“ weiterzugehen.

Seit den Achtzigerjahren setzt sich Glück intensiv für Themen der gesellschaftspolitischen Entwicklung und wichtige Zukunftsfragen ein. Er entwickelte gesellschaftspolitische Konzepte wie die „Aktive Bürgergesellschaft“ und die „Solidarische Leistungsgesellschaft“. Einen besonderen Schwerpunkt seiner Arbeit bildet die Bedeutung der katholischen Soziallehre für die gegenwärtige Entwicklung von Gesellschaft und Wirtschaft sowie für den Prozess der Globalisierung.

Glück hat als Autor und freier Journalist publiziert, unter anderem zu Themen des Umweltschutzes, zum Schutz des Alpenraums und zur Verbindung von Agrar- und Umweltpolitik. Weiterhin arbeitete er publizistisch zu übergreifenden Zukunftsfragen, zu Grundsatzfragen der Politik, zur Bedeutung von christlichen Wertvorstellungen, von Religion und von christlicher Soziallehre für die Themen der Gegenwart.

Weiterführende Informationen

Tabellarischer Lebenslauf von Alois Glück auf der Website des RNE

Bundeskanzlerin beruft ZdK-Präsident Alois Glück in den Rat für Nachhaltige Entwicklung Pressemitteilung des ZdK, 15.07.2011 [PDF, 45 KB, zdk.de]

„Eine einfache Lösung gibt es nicht“ Interview mit Alois Glück bei Domradio, 03.04.2011

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