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"Eine Welt im Gleichgewicht ist seit 1972 für den Club of Rome eine Notwendigkeit – für unsere Arbeit im Nachhaltigkeitsrat die Herausforderung."

Max Schön, Mitglied des Rates

12.05.2011

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AUS DEM RAT FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Werkstatt N in München und auf der RNE-Jahreskonferenz am 20. Juni

Copyright Landeshauptstadt München, Foto: Nagy / Presseamt München

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) der Bundesregierung hat 104 zukunftsweisenden Nachhaltigkeitsinitiativen seine Qualitätslabel „Werkstatt N-Projekt 2011“ und „Werkstatt N-Impuls 2011“ verliehen. Ratsmitglied Hubert Weinzierl überreichte am 10. Mai gemeinsam mit dem Münchener Bürgermeister Hep Monatzeder acht aus Bayern stammenden Initiativen ihre Auszeichnungstafeln. Einige dieser Ausgezeichneten werden sich am 20. Juni auf der Jahreskonferenz des Nachhaltigkeitsrates in Berlin präsentieren und Antworten auf das diesjährige Konferenzmotto „…und was bedeutet Nachhaltigkeit?“ geben. Am selben Tag wird der Rat auch die neue Bewerbungsrunde für die Werkstatt N 2012 eröffnen.

Mit dem Werkstatt-Label zeichnet der Rat zukunftsweisende Ideen und Vorhaben aus, die die unterschiedlichen Dimensionen des Nachhaltigkeitsleitbildes verinnerlichen und zur Entstehung einer nachhaltigeren Gesellschaft beitragen. Ratsmitglied Hubert Weinzierl sagte während der Feierstunde im Münchener Rathaus, die Probleme von heute ließen sich „nicht mehr mit der Denkweise von gestern lösen“. Gefragt seien neue Ideen, und die Werkstatt N sei „ein Fundus voll solcher Ideen“. Bürgermeister Monatzeder pflichtete ihm bei: „Das haben die heutigen Preisträgerinnen und Preisträger mit ihren ausgezeichneten Werkstatt-N-Projekten eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Für eine nachhaltige Entwicklung „von unten“, so Monatzeder, gebe es „keinen idealeren Nährboden als die Kommunen mit ihrer ebenso bunten wie experimentierfreudigen Mischung von Akteuren.“

Alle bei der Werkstatt N eingereichten Projekte und Ideen wurden von einer Jury aus Mitgliedern des RNE und seiner Geschäftsstelle auf ihr Verständnis von Nachhaltigkeit in den drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales, auf die Übereinstimmung von Ziel und Methode sowie auf Originalität geprüft. Diese acht Initiativen aus München, Augsburg und Aschaffenburg erhielten ihre Auszeichnungen von Hubert Weinzierl und Hep Monatzeder:

Aschaffenburger Kulturtaschen
Unternehmen und Veranstalter produzieren Werbebanner, die nach Veranstaltungsende in den Müll wandern. Nicht so bei diesem von einer Schule getragenen Projekt. Aus Werbebannern entstehen Umhängetaschen, die unter einem eigenen Label bei verschiedenen Gelegenheiten zum Verkauf angeboten werden, während der Aschaffenburger Kulturtage zum Beispiel.

FutureParty.net, München

Die Initiative FutureParty.net will Auswirkungen des Konsumverhaltens bewusst machen und durch persönliche Punktekonten nachhaltigen Konsum anregen. Das Punktesystem gibt Industrie und Verbrauchern die nötigen Informationen, um den Konsum im Rahmen des Umweltverträglichen zu halten.

Interkulturelle Gärten, München/Berlin

Das bundesweite Netzwerk Interkultureller Gärten umfasst über 104 bestehende Gartenprojekte und wird von der Stiftung Interkultur koordiniert. Das Projekt nimmt das Gärtnern als Ausgangspunkt für Identitätsfindung, die Fruchtbarmachung von ökologischem Wissen und für eine neue urbane Kultur der Begegnung und Gastfreundschaft der ganzen Bevölkerung. Gärten sind hier ein Medium für interkulturelle Verständigung sowie für eine ressourcenorientierte Politik der Partizipation und der nachhaltigen Stadtentwicklung von unten.

Wanderausstellung „Wovon Menschen leben“, München  
Was tun Menschen, um ihren sozialen Zusammenhang, ihr nahräumliches Umfeld in Stadt und Land und ihre natürliche Umgebung zu erhalten? Im Rahmen eines Forschungsprojektes zu nachhaltigen Lebensstilen hat die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis 50 Menschen interviewt. Ihre individuellen und zeittypischen Antworten sind in der Wanderausstellung „Wovon Menschen leben“ in 16 Portraits festgehalten. Zur Ausstellung gehören ein Buch und eine DVD mit Auszügen aus den Interviews.

Jugend filmt Bionik, München
Der bundesweite Jugendfilmwettbewerb „Jugend filmt Bionik“ schafft über das kreative Medium Film eine innovative Schnittstelle zwischen Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft und steigert das Interesse an Zukunftstechnologien. Jugendliche drehen mit Bionikforschern und Filmprofis Kurzfilme zu aktuellen Forschungsprojekten aus dem Bereich nachhaltiger Zukunftstechnologien.

Manomama, Augsburg
Manomama ist das erste Social Business im Textilbereich in Deutschland. Innerhalb des von der Gründerin privat finanzierten Projekts wird am ehemals historischen Textilstandort Augsburg 100% ökologische, individuelle Bekleidung auf Basis des organischen cradle2cradle-Konzepts gefertigt. Die ehemals arbeitslosen Näher erhalten eine übertarifliche Bezahlung und fertigen in Atelierumgebung.

N2Aktiv – Nachhaltige Nachbarschaft Aktiv, München
Das Angebot zum Thema Nachhaltigkeit und Lebensstile für Nachbarschaften: Lebensstiländerungen dürfen Spaß machen und gelingen durch Unterstützung in der Nachbarschaft. Nachhaltigkeit wandelt sich vom fremdbestimmten „du sollst” hin zum eigenverantworteten „mir-ist-wichtig-dass“. Hierbei helfen vernetzende Kommunikation und aktivierende Information sowie die Bereitstellung von Arbeitsraum, Arbeitsmaterial und Mitteln zur Außendarstellung.

Tierschutz auf dem Teller, München
„Tierschutz auf dem Teller“, seit 2006 ein Gemeinschaftsprojekt der Schweisfurth-Stiftung und der Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche Bayern, wendet sich an kirchliche und karitative Einrichtungen, Tagungshäuser sowie ausgewählte Restaurants und Hotels. Voraussetzungen zur Teilnahme sind: mindestens 60 Prozent der tierischen Erzeugnisse aus tiergerechter ökologischer Tierhaltung, keine tierquälerisch erzeugten Produkte, Bereitstellung vegetarischer Angebote. Teilnehmende Küchen werden im Rahmen des Projektes zertifiziert.

Der Rat stellt auf der Website www.werkstatt-n.de alle 104 bundesweit ausgezeichneten Werkstatt N-Projekte vor.

Weiterführende Informationen

Projektwebsite „Werkstatt N“. Hintergrundinformationen, Bewerbungsformulare, ausgezeichnete Projekte.

Werkstatt N auf Facebook.

Werkstatt N in München: Bürgermeister Hep Monatzeder und Hubert Weinzierl (RNE) ehren Nachhaltigkeitsinitiativen aus Bayern. Pressemitteilung des Rates für Nachhaltige Entwicklung, 10.05.2011.

11. Jahreskonferenz des Nachhaltigkeitsrates
20. Juni 2011
Tempodrom Berlin
Möckernstraße 10, 10963 Berlin
8.30 Uhr bis ca. 18.30 Uhr
ab 19.30 Uhr „dead or alive - Poetry Slam zur Nachhaltigkeit“

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