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"Nachhaltig denken heißt in Generationen denken, damit nicht nur zum eigenen Nutzen, sondern zum Nutzen des Fortbestandes unserer Erde, mit neuen Ideen und Zielen für die Zukunft."

Dr. Heinrich Graf von Bassewitz, Mitglied des Rates

18.12.2008

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econsense-Journalistenpreis: bessere Rahmenbedingungen angemahnt

Das Thema Nachhaltigkeit ist in den Medien immer noch kein Selbstläufer, sondern muss gefördert werden. econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft schreibt daher seit 2004 jährlich einen Journalistenpreis aus. Anfang Dezember wurde dieser Preis zum fünften Mal vergeben. Der Sonderpreis  für den journalistischen Nachwuchs blieb allerdings in der Vitrine.

Der Hauptpreis 2008 ging an den langjährigen ZDF-Redakteur Joachim Mahrholdt für seinen Beitrag „Gutes Geld? – Ethik, Firmen, Investoren“, der im Frühjahr auf dem ZDF-Infokanal zu sehen war. Auf der Preisverleihung am 10. Dezember überreichte Hanns Michael Hölz, Vorstandsvorsitzender von econsense und Global Head Sustainable Development der Deutschen Bank AG, das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro an den Gewinner. 

Mahrholdt zeichnet in seinem Beitrag am Beispiel mittelständischer Firmen und großer Konzerne nach, wie Unternehmen und Unternehmer das vermeintliche Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichem Engagement und Gewinnstreben meistern. Die Art und Weise, wie dieser Spagat im Kerngeschäft gestaltet wird, beweise die Ernsthaftigkeit, mit dem Unternehmen ihre Verantwortung wahrnehmen, so der Befund des Journalisten.

Die Jury lobte den konkret-griffigen Überblick, den der Autor damit über Nachhaltigkeit, verantwortliches Wirtschaften und ethisches Verhalten gegeben habe. Der Beitrag erfülle das Hauptziel des Preises, nämlich unternehmerische Aspekte nachhaltigen Handelns zu vermitteln und Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility publik zu machen. „Mahrholdts solider journalistischer Stil und der hohe Informationsgehalt seines Beitrages machen das Thema für eine breite Öffentlichkeit interessant“, lobte Hölz in der Laudatio. Er erzähle sehr lebensnahe Geschichten und halte immer die erforderliche kritische Distanz.

Der Nachwuchs-Sonderpreis vergab econsense erstmals nicht. Den Angaben zufolge vermissten die Juroren bei den eingereichten Beiträgen thematische Treffsicherheit und kritischen Sachverstand. Die Entscheidung zeige jedoch, dass der Wettbewerb auf einer richtigen Annahme beruhe: Das Thema Nachhaltigkeit in den Medien ist noch kein Selbstläufer, sondern bedarf der engagierten Förderung. Hölz mahnte zudem mehr Qualität im Online-Journalismus an. Angesichts wachsender Nutzerzahlen und der Chancen des Formats sollten Verlagshäuser, Redaktionen und auch Blog-Anbieter die Rahmenbedingungen so gestalten, „dass Qualitätsjournalismus möglich und die Regel ist!“

Die eingereichten Beiträge wurden von sieben Experten begutachtet. Neben Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, arbeiteten der Leiter der ZDF-Umweltredaktion, Volker Angres, und Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland e.V., in der Jury mit.