20.11.2008
Wettbewerb: Generationendialog in der Praxis – Bürger initiieren Nachhaltigkeit
Die Bundesregierung und der Rat für Nachhaltige Entwicklung wollen mit einem neuen Wettbewerb das bürgerschaftliche Engagement für eine nachhaltige Entwicklung revitalisieren. Unter dem Titel „Generationendialog in der Praxis – Bürger initiieren Nachhaltigkeit“ werden bis zu fünfzig wegweisende Initiativen belohnt.
Bundesregierung und Rat richten sich mit dem mit 100.000 Euro dotierten Wettbewerb an Bürgerinnen und Bürger sowie Träger freiwilligen Engagements, die in ihrer Stadt, Kommune oder Region neue Anstöße zur nachhaltigen Entwicklung geben. Das besondere Augenmerk der Ausschreibung liegt auf Vorhaben, die den Zusammenhalt zwischen den Generationen stärken.
Bundesregierung und Rat messen diesem intergenerationellen Dialog um die Zukunftsfähigkeit Deutschlands große Bedeutung bei – insbesondere mit Hinblick auf den demografischen Wandel, durch den strukturschwache Regionen und solche mit ungünstiger demografischer Entwicklung in besonderem Maße auf aktive Bürger angewiesen sein werden.
Der Wettbewerb soll eine neue Kultur der Anerkennung etablieren: „Wenn viele kleine Räder ineinandergreifen, lässt sich Großes bewegen. Wir wollen deshalb bürgerschaftliches Engagement würdigen und stärken“, sagte Gerd Hoofe, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Mit dem Preis zeichnen wir diejenigen aus, die sich heute für die Generation von morgen einsetzen – und so für eine menschliche Gesellschaft auch in Zukunft.“
„Das ehrenamtliche Engagement entlässt den Staat nicht aus der Pflicht“, betonte Dr. Hans Geisler, Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung. „Vielmehr machen Menschen und Initiativen vor Ort Probleme überhaupt erst wahrnehmbar, indem sie sich der Probleme annehmen und pragmatische Lösungen entwickeln. Deshalb fordere ich, dass der Staat sie hierbei unterstützt“.
Die Teilnahme an dem Wettbewerb steht beispielsweise Projekten offen, die sich der Abwanderung und Alterung im ländlichen Raum oder den neuen Bundesländern widmen. Bewerben können sich auch Initiativen, die die Perspektiven für Familien, Kinder und Jugendliche verbessern oder Vorhaben zum Mehrgenerationen-Wohnen und zur Verbesserung des Wohnumfeldes. Daneben können auch Vorschläge eingereicht werden, die sich auf die Handlungsfelder der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie beziehen.
Die eingereichten Beiträge begutachtet eine ehrenamtliche Jury, die auf Einladung der Bundesregierung zusammentritt. Jurymitglieder sind Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Spitzenverbände, Expertinnen und Experten der lokalen Nachhaltigkeit, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie Mitglieder des Deutschen Instituts für Urbanistik und des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Die Bundesregierung nimmt an der Jury-Sitzung ohne Stimmrecht beratend teil.
Die Bewerbungsfrist für den Wettbewerb „Generationendialog in der Praxis – Bürger initiieren Nachhaltigkeit“ endet am 15. März 2009. Weitere Informationen zum Wettbewerb und den Teilnahmebedingungen finden Sie in der rechten Spalte. Der Wettbewerb geht auf eine Anregung des Rates für Nachhaltige Entwicklung zurück.
Weitere Informationen
Generationendialog in der Praxis – Bürger initiieren Nachhaltigkeit. Wettbewerbsauf und Bewerbungsunterlagen.
Generationendialog in der Praxis – Bürger initiieren Nachhaltigkeit. Pressemitteilung des Rates für Nachhaltige Entwicklung, 13.11.2008.
Bundesregierung startet Wettbewerb zur Nachhaltigkeit. Meldung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 13.11.2008.

