Direkt zum Inhalt springen

"Neue Technologien sind wichtig für eine nachhaltige Entwicklung. Andere Lebensstile auch."

Prof. Dr. Angelika Zahrnt, Mitglied des Rates

Kurz und bündig: Der Rat für Nachhaltige Entwicklung

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ist ein Beratungsgremium mit Mandat der Bundesregierung. Dem Rat gehören 15 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens an. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die aktuellen Ratsmitglieder im Juni 2010 für drei Jahre berufen. Erstmals berufen wurde der Rat im April 2001 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder.
 

Aufgaben

Die Bundesregierung hat den Rat mit folgenden Aufgaben betraut:

  • Beiträge zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie entwickeln
  • konkrete Handlungsfelder und Projekte benennen
  • die öffentliche Diskussion über Nachhaltigkeit stärken
     

Vorsitz

Vorsitzende des Rates ist seit dem 29. Februar 2012 Marlehn Thieme, Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und Direktorin im Bereich CSR der Deutsche Bank AG. Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), ist stellvertretender Vorsitzender des Nachhaltigkeitsrates.
 

Anliegen

Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Dies klar herauszustellen ist Anliegen des Rates. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet: Wir müssen den uns nachfolgenden Generationen ein weltweit intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben.

Der Rat will die nachhaltige Entwicklung zu einem wesentlichen Ziel und Handlungsfeld in allen Bereichen der Politik machen. Bei Bürgerinnen und Bürgern wirkt er auf einen bewussten Lebensstil und auf eine breite gesellschaftliche Diskussion über Nachhaltigkeit hin. Unternehmen und Institutionen drängt der Rat, ihr wirtschaftliches Handeln nachhaltig zu machen, sich den Herausforderungen der Nachhaltigkeit zu stellen und deren Chancen zu nutzen. Er will die gesellschaftliche Diskussion über Nachhaltigkeit verbreitern und ihre Ergebnisse wirkungsvoller und verbindlicher machen.
 

Aktuelle Themen

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung prägt die Fortentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie im kritischen Dialog mit der Bundesregierung und mit Akteuren in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Der Rat hat gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen und Kapitalmarkt den „Deutschen Nachhaltigkeitskodex“ (DNK) entwickelt, einen Referenzrahmen für nachhaltiges Wirtschaften. Seit Oktober 2011 empfiehlt ihn der RNE Unternehmen und Organisationen zur freiwilligen Anwendung.

Der Einkaufsführer „Der Nachhaltige Warenkorb“ wird jährlich aktualisiert und bietet interessierten Bürgerinnen und Bürgern verlässliche Orientierung durch den Label-Dschungel und allgemeine Tipps und Informationen zu nachhaltigem Konsum. Die jüngsten politischen Empfehlungen des Rates fordern Verbindlichkeit für Energieeffizienz (PDF, 404 KB), eine Stabilisierung der Finanzmärkte (PDF, 52 KB), eine am Leitbild der Nachhaltigkeit orientierte Agrarwende (PDF, 2282 KB) und den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft für strategische Rohstoffe (PDF, 476 KB). Im März 2011 erprobte der Rat mit „Dialoge_Zukunft_Vision2050“ ein neues Format für gesellschaftlichen Dialog über Langfristpolitik. Aktuell begleitet er eine Initiative von rund 20 Oberbürgermeistern für nachhaltige Stadtentwicklung. 2009 organisierte der Rat die kritische Analyse der deutschen Nachhaltigkeitspolitik durch internationale Experten (Peer Review). Bundestag und Bundesregierung haben ihren Bericht „Sustainability: Made in Germany“ (PDF, 3513 KB) zur Fortentwicklung der Nachhaltigkeitspolitik genutzt. Im Jahr 2013 ist der Rat von der Bundesregierung beauftragt, erneut einen internationalen Peer Review zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik zu organisieren.

Der Nachhaltigkeitsrat vergibt den Titel „Social Entrepreneur der Nachhaltigkeit“, lädt zu wissenschaftlichen Carl-von-Carlowitz-Vorlesungen ein und verleiht jährlich rund 100 besonderen Nachhaltigkeitsinitiativen für ein Jahr das Qualitätslabel „Werkstatt N“.
 

Instrumente

Ratsmitglieder

Marlehn Thieme
Vorsitzende des Rates, Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Direktorin der Deutsche Bank AG

Olaf Tschimpke
Stellvertretender Vorsitzender des Rates, Präsident des Naturschutzbund Deutschland (NABU)

Dr. Heinrich Graf von Bassewitz
Landwirt, Bundesbeauftragter für ökologischen Landbau des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und Mitglied des DBV-Präsidiums

Dr. Ursula Eid
Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung a.D.

Dr. Joachim Faber
Senior Advisor der Allianz SE

Dr. Hans Geisler
Sächsischer Staatsminister für Soziales, Gesundheit, Jugend und Familie a.D.

Alois Glück
Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)

Walter Hirche
Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium a.D., Minister a.D. in Niedersachsen und Brandenburg, Präsident Deutsche Unesco-Kommission

Prof. Dr. Lucia A. Reisch
Professorin an der Copenhagen Business School, Gastprofessorin an der Zeppelin Universität Friedrichshafen

Max Schön
Geschäftsführender Gesellschafter der Max Schön Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Service KG, Präsident der Deutschen Gesellschaft "The Club of Rome", Vorsitzender des Aufsichtsrats der DESERTEC Foundation, Vorstand der Initiative 2° - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz

Prof. Dr. Wolfgang Schuster
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart a.D., Geschäftsführer Institut für Nachhaltige Stadtentwicklung GmbH Stuttgart

Dr. Eric Schweitzer
Vorstandsmitglied ALBA Group, Präsident der Berliner Industrie- und Handelskammer, Präsident des DIHK

Michael Vassiliadis
Vorsitzender der Industriegewerkschaft IG BCE

Hubert Weinzierl
Ehrenpräsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Prof. Dr. Angelika Zahrnt
Ehrenvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

 

Kontakt:

Rat für Nachhaltige Entwicklung
Gst. c/o GIZ
Dr. Günther Bachmann
Potsdamer Platz 10
D-10785 Berlin
Telefon +49(0)30 408190 121
Telefax +49(0)30 408190 125
E-Mail: guenther.bachmann@nachhaltigkeitsrat.de
Internet: www.nachhaltigkeitsrat.de

Medienkontakt:

Rat für Nachhaltige Entwicklung
Gst. c/o GIZ
Katja Tamchina
Potsdamer Platz 10
D-10785 Berlin
Telefon +49 (0)30 408190 233
Telefax +49 (0)30 408190 22233
E-Mail: katja.tamchina@nachhaltigkeitsrat.de
Internet: www.nachhaltigkeitsrat.de

 
Stand März 2013

Suchen

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitspolitik soll eine wichtige Grundlage schaffen, um die Umwelt zu erhalten und die Lebensqualität, den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft und die wirtschaftliche Entwicklung in einer integrierten Art und Weise sowohl in Deutschland als auch international voran zu bringen.